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Trockenheit in einer Flussregion Thüringens

  • Seit den besonders trockenen Jahren ab 2018 ist das Wasser und dessen mögliches Fehlen verstärkt in der Öffentlichkeit präsent. So berichten Thüringer Tagesmedien 2025 über erhöhte Flächenbrandgefahren und Rekord-Niedrigstände in den Talsperren, und in Brandenburg wird gegen den Wasserver-brauch bei Tesla protestiert. Auch kulturell werden Wasserthemen aufgegriffen. In Weimar sucht das „Fluten“-Festival künstlerische Zugänge, um das Wasser und die Gewässer der Stadt neu sichtbar werden zu lassen. Und der Kinofilm „Micha denkt groß“ bespielt ein Szenario, in dem einem Dorf das Wasser ausgeht. Viele weitere Beispiele für die öffentliche Aufmerksamkeit ließen sich anführen. Lange wurde das Wasser dagegen für sehr selbstverständlich verfügbar gehalten. Einfach waren Wasserversorgung und Abwasserbehandlung allerdings auch bisher nicht. Sie werden vielmehr durch eine professionelle Wasserwirtschaft aufwendig gewährleistet. In Thüringen geschieht dies beispielsweise oft anteilig durch die Fernversorgung aus den Talsperren im Thüringer Wald. Mit den schon erfahrbaren und weiter prognostizierten klimatischen Veränderungen sind bisherige Nutzungsweisen von Wasser nicht mehr in gewohnter Weise aufrecht zu erhalten. Schnell wird der Ruf nach technischen Lösungen laut – und solche werden auch notwendig sein. Doch wie im Film „Micha denkt groß“ vorgeführt wird, geht es um mehr. Zum einen wird durch Hitze und fehlenden Regen eher offensichtlich, dass bisherige Nutzungsweisen nicht nachhaltig angelegt waren. Zum anderen sind, wenn die Wasserversorgung neu organisiert werden muss, auch Zukunftsplanungen und das soziale Zusammenleben in den Gemeinden und Regionen insgesamt herausgefordert. An solchen Zusammenhängen setzen sozialwissenschaftliche Studien an. Sie fragen unter anderem, wie Menschen vor Ort die Entwicklungen wahrnehmen, welche Erfahrungen sie machen und welche Handlungsmöglichkeiten sie sehen. Im genannten Film ist das Szenario natürlich überzeichnet: Plötzlich läuft kein Wasser mehr aus dem Hahn. Aber die Trockenjahre haben deutlich gemacht, dass auch reale Entwicklungen zügig voranschreiten können. Vor diesem Hintergrund untersucht unsere Studie, wie die Menschen an der Thüringer Ilm die Veränderungen in ihrer Region erleben. Sie zeigt, dass sich viele mit neuen Sichtweisen auf den Fluss auseinan-dersetzen und sich für andere Umgangsweisen mit dem Wasser engagieren. Das sind gute Voraussetzungen dafür, dass nicht plötzlich das Wasser ausbleibt.

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Metadaten
URN:urn:nbn:de:hbz:832-cos4-14452
DOI:https://doi.org/10.57684/COS-1445
Series (Serial Number):Integrative Risk and Security Research (2026-1)
Editor:Stephan Lorenz
Document Type:Report
Language:German
Release Date:2026/05/08
Tag:Naturgefahr
Page Number:41
Institutes and Central Facilities:Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme (F09) / Fakultät 09 / Institut Anlagen- und Verfahrenstechnik
CCS-Classification:A. General Literature
Dewey Decimal Classification:300 Sozialwissenschaften
JEL-Classification:I Health, Education, and Welfare
Open Access:Open Access
Licence (German):License LogoCreative Commons - CC-BY - Namensnennung 4.0 International